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Der Tourismus zwischen Rumänien und Bulgarien wächst, nachdem die Grenzkontrollen gelockert wurden

Seit Rumänien und Bulgarien 2024 für den Luft- und Seeverkehr dem Schengen-Raum beigetreten sind – und die Grenzkontrollen an Land gelockert haben – ist ein deutlicher Anstieg des Verkehrs zwischen beiden Ländern zu verzeichnen. Eine der verkehrsreichsten Verbindungen ist die Stahlfachwerk-Donaubrücke, die Giurgiu in Rumänien mit Rousse im Norden Bulgariens verbindet. Von Januar bis März 2025 nutzten etwa 160.000 Fahrzeuge die Überquerung, während im gleichen Zeitraum des Vorjahres noch 128.000 Fahrzeuge registriert wurden.

Rumänen reisen nach Süden, um einzukaufen und zu essen

Viele Rumänen fahren mittlerweile vor allem an den Wochenenden über den Donau, um von den niedrigeren Preisen in Bulgarien zu profitieren. Produkte wie Zigaretten, Parfums und Lebensmittel sind in Rousse günstiger als in rumänischen Städten. Die kurze Fahrt von Bukarest oder Giurgiu macht den Ausflug zu einem beliebten Tagestrip. Die Straßen und Parkplätze in Rousse füllen sich oft mit rumänischen Kennzeichen, da Besucher sowohl zum Einkaufen als auch für einen entspannten Nachmittag vorbeikommen.

Lokale Geschäfte bereiten sich auf neue Besucher vor

Die Geschäfte und Restaurants in Rousse haben sich rasch an die neuen Gegebenheiten angepasst. Viele bieten mittlerweile Menüs sowohl auf Bulgarisch als auch auf Rumänisch an, und mehrsprachiges Personal wird sehr geschätzt. Rousse ist auch bekannt für seine historischen Gebäude, die des europäischen 19. Jahrhunderts mit Bauwerken aus der kommunistischen Ära verbinden. Diese verleihen der Stadt ein markantes Aussehen, das viele Besucher charmant finden.

Pilger besuchen ein Kloster am Berghang

Ungefähr 10 Kilometer von Rousse entfernt hat sich das Kloster Basarbovo zu einem beliebten Ziel entwickelt – vor allem für Rumänen. Das in den Berghang gehauene Kloster ist einem lokalen Heiligen gewidmet. Seit der Lockerung der Grenzkontrollen strömen Pilger und Touristen in größeren Mengen herbei. Mönche berichten, dass die Wochenenden derzeit geschäftiger sind denn je.

Hotels und Restaurants profitieren langfristig

Die jüngsten Änderungen haben mehr Geld in die Region gebracht. Geschäftsinhaber in Rousse hoffen, dass dieser stetige Zustrom rumänischer Besucher anhält. Sollten die Landgrenzen künftig vollständig geöffnet werden, werden noch mehr Touristen erwartet. Für die Städte entlang der Donau bedeutet diese Entwicklung nicht nur einfacheres Reisen – sie eröffnet auch neue Chancen für das lokale Leben und den Handel.


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